Cleo Schnee Ball

Fotografie – Actionfotos vom Hund

 

Mein Hund „der Raser“: Action-Momente gekonnt mit der Kamera einfangen

Wer einen Hund hat, weiß: der Vierbeiner ist immer in Bewegung. Gerade deswegen wirken sogenannte Actionfotos von Labrador, Terrier & Co. besonders natürlich und sehen dabei meist richtig witzig aus. Doch wie fängt man tierische Action-Momente inklusive schlackernder Ohren und über dem Boden schwebenden Pfoten am besten ein? Sich in den Vierbeiner hineinzuversetzen sowie auf Licht und Kamerafokus zu achten, sind wichtige Schritte zum gelungenen Action-Bild!

(doggypost.de) Bild 3
Schritt 1: Auf Augenhöhe begeben
Dieser Schritt ist in zweierlei Hinsicht zu verstehen. Zum einen sollte man die Kamera im wörtlichen Sinne auf Augenhöhe mit dem Vierbeiner halten und statt „von oben herab“ von Angesicht zu Angesicht fotografieren. So wirken die Bilder einfach schöner und der Hund steht ganz im Mittelpunkt.
Zum anderen ist es ratsam, sich vor dem Fotografieren in das Tier hineinzuversetzen. Um ein tolles Action-Bild im Rennen zu schießen, muss man schließlich (in etwa) wissen, wo der Vierbeiner als nächstes hin flitzen möchte und dann im richtigen Moment bereitstehen.
Am einfachsten ist es hier, zu zweit zu arbeiten. Während einer fotografiert, kann der andere daneben oder dahinter mit Leckerlis locken oder aber von einer anderen Stelle aus den Lieblingsball oder eine Frisbee-Scheibe in Richtung Kamera werfen. So sprintet der Hund garantiert in die richtige Richtung.

(doggypost.de) Bild 2
Schritt 2: Nicht gegen, sondern mit dem Licht fotografieren
Gegenlicht sollte bei der Action-Fotografie unbedingt vermieden werden. Stattdessen lieber „mit dem Licht“ fotografieren und die Sonne für sich arbeiten lassen. Gerade am Morgen oder am Abend, wenn das Sonnenlicht schräg fällt, wird das Motiv wie von allein perfekt ausgeleuchtet. (Dass Action-Fotos am besten draußen geschossen werden, dürfte sich ja von alleine verstehen.)

(doggypost.de) Bild 1
Schritt 3: Serienaufnahmen schießen
Wenn die Kamera mehrere Fotos in einer Sekunde aufnimmt, ist die Trefferquote eines scharfen Motives wesentlich höher, als bei manuellen Aufnahmen. Wichtig ist hierbei jedoch die richtige Einstellung.
Je nach Kameratyp kann es sein, dass der Autofokus bei 10 Bildern in der Sekunde nicht mehr hinterher kommt. Lieber die Bildanzahl pro Sekunde ein wenig reduzieren. Um sicher zu gehen, welche Einstellung und welcher Modus für die eigene Kamera am geeignetsten ist, einfach in der Anleitung nachschlagen.

Cleo im Schnee
Schritt 4: Auf den Fokus achten
Wer eine Spiegelreflex-Kamera hat, kann einfach den kontinuierlichen Autofokus aktivieren. Dieser geht sozusagen mit der Bewegung des Hundes mit und stellt das Motiv immer wieder automatisch scharf. Wie im oberen Schritt schon erwähnt, kommt es dabei bei der Geschwindigkeit des Autofokus auf den genauen Kamera-Typ an.
Hat man eine moderne Systemkamera ohne Spiegel, funktioniert der kontinuierliche Autofokus meist nicht ganz so gut. Hier lohnt sich das Vorfokussieren. Das bedeutet, den Fokus auf eine Stelle auszurichten, die der Hund garantiert passieren wird und kurz bevor er diese erreicht, die Serienaufnahme zu starten. So ist mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit zumindest ein scharfer Treffer dabei.

 

Fliegende Ohren
Schritt 5: kurze Verschlusszeiten einstellen
Einmal in Fahrt, kann fast jeder Hund ein beachtliches Tempo hinlegen. Kurze Verschlusszeiten der Kamera sind von daher absolut empfehlenswert (mindestens 1/500 Sek). Um die Verschlusszeit der eigenen Kamera zu verkürzen, hilft es (auch bei Sonnenschein) den ISO-Wert anzuheben. Die Faustformal lautet hier: doppelter ISO-Wert = halbe Verschlusszeit. Solange man es nicht übertreibt, mindert ein höherer ISO-Wert (bis ca. ISO 400) die Qualität der Fotos kaum oder gar nicht.

Flughund
Fazit: Man muss kein Profi sein, um ein tolles Action-Bild zu schießen
Wenn man die oben genannten Hinweise beachtet, gelingt es auch ohne Profi-Erfahrung gelungene Hunde-Action-Fotos aufzunehmen. Eine Profi-Ausrüstung ist ebenfalls nicht notwendig. Jedoch sollte die Kamera über eine Serienbild-Funktion sowie bestenfalls über einen (schnellen) Autofokus verfügen. Mit einer Spiegel-Reflex-Kamera ist man hier sicherlich immer gut beraten.
Wer dazu eine schöne Location, zum Beispiel ein freies Feld oder einen grünen Waldrand, auswählt und mit etwas Geduld auf den Hund eingeht, kann eigentlich nichts mehr falsch machen.
Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag und wurde recherchiert und zur Verfügung gestellt von rahmenversand.com.

 

Zum Thema: doggypost.de/hundefotogafie

Mein Tipp, das Praxisbuch Hundefotografie!

Bildmaterial:

© Dog Beach (SLO Coast Dogs In The Fast Lane / Flickr, CC BY 2.0)

© upload beach (SLO Coast Dogs In The Fast Lane / Flickr, CC BY 2.0)

© Shaggy Dog running (Sheila Sund / Flickr, CC BY 2.0)

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