Cleo Ohr

Gesunde Hundeernährung! Der Nährwert, was ist das eigentlich?

 

Als  Nährwert im Hundefutter bezeichnet man den physiologischen Wert eines Lebensmittels abhängig von Menge und Verhältnis seiner Inhaltsstoffe und deren Verfügbarkeit für den Organismus (Wikipedia).

Menschen und Hunde essen nicht nur weil es ihnen (hoffentlich) gut schmeckt, sondern weil das Essen oder Futter unseren Körper nähren, gesund und leistungsfähig halten soll. Die gut arbeitenden Körperfunktionen stehen also in direktem Zusammenhang mit der Nahrung.

Einer der wichtigsten Organkomplexe des Körpers ist der Magen-Darm-Trakt. Hier wird entschieden, welcher Teil der Hundenahrung gut zu gebrauchen/verwerten ist und welcher Teil nicht zu gebrauchen ist und damit wieder aus dem Körper hinaustransportiert werden muß.

Der in Lebensmitteln enthaltene Nährwert besteht hauptsächlich aus den 4 sogenannten Makronährstoffen Fett, Protein, Kohlenhydrat und der bei der Verdauung verwertbaren Energie, auch physiologischer Brennwert genannt. Zusätzlich benötigt der Körper viele Mikronährstoffe wie Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe (aus Obst, Gemüse und Getreide), deren Erforschung leider noch in den Kinderschuhen steckt, die aber sehr vielversprechend sind.

 

C+F Topf

Man unterscheidet zwischen dem sogenannten quantitativen Nährwert und dem qualitativen Nährwert. Während der quantitative Nährwert die verwertbare Energie als solche, wie sie im physiologischen Brennwert ermittelt wird, bezeichnet, beschreibt der qualitative Nährwert weitere Informationen wie Menge und Zusammensetzung der in einem Lebensmittel enthaltenen Substanzen.

Je mehr gut verwertbare Nährstoffe also in einem Hundefutter sind, um so wertvoller ist es für den Körper. Hunde stammen ja bekanntlich vom Wolf ab und sind daher seit tausenden von Jahren an Rohfleisch als Nahrungsgrundlage gewöhnt. Rohfleisch ist die natürlichste Nahrung für den Hund, da sein ganzer Verdauungstrakt darauf ausgerichtet ist sich von einen ganzen Beutetier (z.B. Hase oder Fasan) zu ernähren. Hier bekommt der Hund nicht nur Muskelfleisch, sondern auch Innereien, Knochen und auch Fell zu Darmreinigung geliefert. Auch der Mageninhalt seiner oft pflanzenfressenden Beute wird gefressen.

In rohem Fleisch bleiben natürliche Vitamine, Enzyme und für den Verdauungstrakt und das Immunsystem wichtige Bakterien erhalten. Es gilt bei menschlicher und tierischer Nahrung immer: Je weniger das Lebensmittel verarbeitet wurde, desto nährstoffreicher ist oder bleibt es.

Trotzdem sollte nicht unerwähnt bleiben, daß nicht alle Hunde rohes Fleisch vertragen und man sollte seinem Hund nicht auf Biegen und Brechen Rohfleisch/Rohkost verabreichen. Testen Sie, was Ihr Hund gerne mag und gut verträgt. Meine Podenco-Hündin zum Beispiel möchte ihr Futter lieber leicht angedünstet, sie verträgt es einfach besser. Aber auch hier versuche ich das Futter so wenig wie möglich zu verändern, also so roh wie möglich zu lassen.

Ein artgerechtes Hundefutter besteht hauptsächlich aus frischem Fleisch, welches mit pflanzlichen Ballststoffen wie vitaminreichem Gemüse, frischem Obst und gesunden Kräutern ergänzt werden sollte. Getreide spielt für den Hund immer eine untergeordnete Rolle. Eine Faustregel ist 70% Fleisch und 30% Gemüse/Obst/Getreide sind ideal, um den Tagesbedarf eines Hundes zu decken. Eine wirklich hochwertige Nahrung ist die Voraussetzung für einen gesunden Hund, der ohne Allergien und ernährungsbedingte Erkrankungen bis ins hohe Alter fit bleiben soll.

Mehr zum Thema gesunde Hundernährung wird es in einem der nächsten Artikel geben.

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Lernen Sie das Hundefutter-Angebot zu überblicken und Qualitätsmerkmale des Hundefutters zu erkennen. Iris Wenzel beantwortet verständlich und kompetent alle Fragen zur Hundeernährung. Am Anfang ist es fast undurchschaubar, aber je mehr Informationen man hat, desto schneller schließt sich der Kreis und man fühlt sich nicht mehr hilflos. Dabei werden Hintergrundinformationen und praktische Tipps für den Alltag vereint. Im Vordergrund stehen z.B. folgende Fragen:Was ist gesunde Hundeernährung? Woran erkenne ich die Qualität von Fertigfutter? Wie bereite ich Alternativen zum Fertigfutter zu?  Das Ziel dieses Buches ist es, über qualitativ hochwertige und gesunde Hundefütterung zu informieren. Ob Sie für ihren Hund zeitsparendes Fertigfutter wählen oder Rohernährung bevorzugen, bestimmen Sie selbst. Dieses Nachschlagewerk hilft ihnen ihren Hund gesund zu ernähren, und zwar unabhängig davon welche Fütterungspraktik Sie wählen!Außerdem im Inhalt:-Was steckt im Fertigfutter? Inhaltsdeklarationen von Fertigfutter aufgeschlüsselt-Fertigfutter-VergleichsübersichtProduktinformationen zu den bekanntesten Hundefuttermarken-10 Tipps, um Fertigfutter gezielt aufzuwertenmit vielen praktischen Rezept-Ideen. Mein Hund is(s)t gesund

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Frisches Futter ist der beste Garant für eine gesunde Hundeernährung.

Gabriela Behling weiß, daß viele Hunde heutzutage in bester Absicht ihrer Besitzer mit viel zu proteinreichem Futter regelrecht zu Tode gefüttert werden : Nach einschlägiger veterinärmedizinischer Fachliteratur ist das Nierenversagen die häufigste Todesursache des Hundes ab sieben Jahren! Diesem Umstand trägt dieses Buch Rechnung und zeigt Wege, wie man mit geeigneter, frisch zubereiteter Fütterung Hunde fit und vital alt werden lassen oder schon bestehende Gesundheitsprobleme lindern kann. Aus dem Inhalt: · Detailliertes Basiswissen einer gesunden Hundeernährung vom Welpen bis zum Senior. · Rezepte für Haupt- und Nebenmahlzeiten von Fleischgerichten bis zu Vegetarier- Menüs. · Kapitel zur besonderen Stoffwechselsituation von Dalmatinern und Englischen Bulldoggen mit Vorschlägen für eine speziell angepasste Fütterung. · A bis Z der Nahrungsergänzungsprodukte von Aloe Vera bis Wobenzym. · Ernährungsratschläge bei Nieren- und Steinerkrankungen, bei Lebererkrankungen, bei vorübergehenden Störungen im Magen- und Darmbereich oder bei Futtermittelallergie mit Rezepten zur Handhabung im Krankheitsfall. · Leicht umsetzbare Mengenangaben mit genauen Umrechnungsbeispielen · Tabellen mit Rohprotein, Calcium, Phosphor, Purinen und Harnsäuregehalt … Dieses Buch ist nicht nur deshalb empfehlenswert, weil es überaus lecker klingt und man beim Lesen mit jeder Seite mehr bedauert, dass man nicht als Dalmatiner in die Zucht der Autorin hineingeboren wurde …( Dr. med vet. Uwe Grözinger.)

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