Canon 3 147

Hundefotografie

 

Immer auf der Suche nach dem perfekten Bild!

Dank der wunderbaren Erfindung der digitalen Fotografie können wir fotografieren was das Zeug hält. Ich tue dies selbst mit Leidenschaft und immer auf der Suche nach dem optimalen Schnappschuss von meinen Hunden. Selten bin ich wirklich zufrieden und warte also ständig auf neue Gelegenheiten.

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Mein Seelchen z. B. ist der festen Überzeugung, daß Fotoapparate Hunde fressen. Sobald ich irgendetwas in ihre Richtung halte duckt sie sich und zeigt alle Beschwichtigungsgesten, die sie parat hat. Auf dem Foto sieht das dann so aus, als ob mein Hund täglich mindestens einmal ordentlich verprügelt würde und sie ein ganz, ganz armer Hund wäre. Die sonst so schönen Stehohren hängen, der Kopf wird gesenkt und abgewendet und der Blick kommt von ganz tief unten. Sich auf der Stelle einfach hinlegen und tot spielen hat sich für sie wohl auch bewährt. Am liebsten möchte sie sich unsichtbar machen, denn nur dann ist man vor diesen verflixten Kameras wirklich sicher. Eine Herausforderung für den Fotografen, denn er muss sein Hobby unbemerkt vom Hund ausüben und sich immer wieder neue Tricks ausdenken, um den Hund zu überlisten.

Meine Powerpodiline ist da ganz anders aufglegt. Angst vor Fotoapparaten, was ist das? Im Gegenteil jede Art von Beschäftigung und Aufmerksamkeit ist willkommen. Das macht sie zu einem wunderbaren Fotomodell, wenn sie nicht gerade ihre nasse, schwarze Nase direkt vor die Linse hält. Sie springt und rennt so schön, sodaß sie immer gut für schnelle und bewegte Fotos ist.

Nun bin ich nicht der Mensch, der stundenlang am PC verbringt und seine Fotos mit viel Aufwand bearbeiten möchte. Nein, der Schuss muss passen, so viel Ehrgeiz habe ich schon. Man muß keine Superausrüstung besitzen, aber ein Fotoapparat mit einer guten Zoomfunktion oder ein Teleobjektiv haben sich als sehr hilfreich erwiesen. Damit kann ich mein Seelchen auch mal unbemerkt fotografieren und mich ihr quasi unbemerkt nähern. Für die Actionfotos meiner Powerpodiline empfiehlt sich eine Kamera, die schnell reagieren kann und eventuell auch Reihenaufnahmen machen kann. Nach dem Motto: irgendeins davon wird schon passen. Von Hunden, die nicht kamerascheu sind, kann man auch sehr schöne nahe Aufnahmen machen, die das Bild füllen.

Hier noch ein paar hilfreiche Tipps für das perfekte Foto:

Achten Sie auf den Hintergrund: Ein noch so schöner Hund und das tollste Motiv wird von einem unpassenden Hintergrund verdorben. Der Hintergrund sollte idealerweise gleichmäßig und ausgewogen sein.  Mit einer großen Blende kann man den Hintergrund eines Fotos ein wenig verschwimmen lassen, aber die Beine eines dicken Touristen in bunten Shorts  oder ein Strommast, der dem Hund aus dem Kopf „wächst“ verdirbt jedes Foto.

Der Focus muß auf die Augen gerichtet sein: Jedes Tierfoto muß scharfe Augen aufweisen, das ist das A und O. Scharfe Augen, die einen Lichtreflex haben, lassen das Tier lebendig erscheinen.

Begeben Sie sich auf Augenhöhe des Hundes: Entweder Sie gehen in die Hocke oder auf den Bauch, oder Sie setzten ihren Hund auf eine Mauer, einen Baumstumpf oder Stein. Fotos von oben verzerren die Perspektive und werden meist nicht schön.

Licht: Nutzen Sie kein grelles Sonnenlicht, sondern verlegen  Sie Ihre Shooting besser in die Morgen- oder Abendstunden. Versuchen Sie auch mal Aufnahmen gegen das Licht, das gibt besonders bei langhaarigen Hunden einen schönen Effekt.

Spass: Achten Sie immer darauf, daß der Hund Spaß an der Situation hat. Ohne Spaß hat er keine Ausstrahlung und das sieht man auf Fotos.

Und zum Schluss noch eine kleine Motivation: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und viel Übung hat noch nie geschadet. Also probieren Sie alle Varianten aus. Auch gute Fotografen produzieren viel Ausschuss, aber das ist nicht schlimm, denn wir können alle Fotos wieder löschen, die wir nicht für gut befinden. Und Vorsicht, die Suche nach dem perfekten Foto kann süchtig machen.

 

 

Hunde! Wenn es sie nicht gäbe, man müsste sie erfinden.

Martin Pietralla

Zum Thema: http://doggypost.de/fotografie-act…fotos-vom-hund/

 Buchtipp:

Schöne Fotos vom eigenen Hund machen glücklich und stolz. Sie sind eine Erinnerung für die Ewigkeit und es ist gar nicht so schwer seine Hunde zu fotografieren.

Lernen Sie, Ihre Kamera zu beherrschen, profitieren Sie von dem Erfahrungsschatz einer professionellen Tierfotografin. Alles für den einen besonderen Moment, um im richtigen Augenblick den Auslöser zu drücken! Dieses Buch bietet Ihnen geballtes Know-how für das perfekte Hunde-Shooting. Eine Vielzahl von Tipps und Referenzabbildungen zeigen die wichtigsten Parameter wie Blende, Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsmessmethode und mehr – unabhängig davon, mit welcher Kamera Sie arbeiten. Ihr Begleiter für jedes Hunde-Shooting – immer zur Hand, wenn Sie ihn brauchen.
Hier finden Sie wertvolle Tipps für die häufigsten Motivsituationen sowie konkrete Vorschläge für die optimalen Kameraeinstellungen.
Aus dem Inhalt:§- Einfache Tricks für bessere Ergebnisse§- Hundeporträt ganz ohne Automatik§- Wissen um die richtige Belichtung§- Wie Sie die Lichtverteilung prüfen§- So werden Ihre Bilder richtig scharf§- Fokussieren mit nur einem Fokusfeld§- Hunde mit verschiedenen Fellfarben§- Attraktive Locations für Shootings§- Besondere Lichtstimmungen nutzen§- Ob klein oder groß: immer auf Augenhöhe§- Sich Zeit nehmen für den Bildaufbau§- Hintergrundbeispiele, die den Blick schärfen§- Gefühlsbetonte Bilder mit Aussage§- Bewegungsabläufe studieren§- Selbst bei wenig Licht noch fotografieren§- Posen für das Hunde-Shooting§- Basiswissen für die Arbeit im Studio§- Empfehlungen für das optimale Lichtset§- Requisiten gezielt einsetzen§- Hundewelpen vor der Kamera

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