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Hundequäler aus der Kölner City vor Gericht

 

Im März diesen Jahres sorgte der Halter eines knapp einjährigen Labradors für helle Aufregung in der Kölner Innenstadt. Ein Mann zog seinen fast einjährigen Labrador am Halsband hinter sich her, würgte ihn und schlug ihn mit der Leine, als er sich widersetzte trat er sogar nach ihm.

Die Kölnische Rundschau schrieb dazu folgendes:

Köln. Gegen 14.30 Uhr am 19. März war der Neumarkt in heller Aufregung. Ein Mann zog seinen knapp einjährigen Labrador an der Leine hinter sich her und würgte ihn. Als der Hund nicht wollte wie er, trat der Mann zu und schlug mit der Leine. „Mir wird jetzt noch schlecht, wenn ich dran denke“, sagte eine Zeugin (35).

Obwohl der Frührentner stark alkoholisiert und in einer Methadonbehandlung war, griff der Amtsrichter hart durch und verurteilte den Mann zu 100 Tagessätzen à 10 Euro. „Ihr Handeln kann man nicht anders deuten, als dass das aus Rohheit geschehen ist“. Die Einlassung des Hundehalters, er habe nur an der Leine gezogen um zu verhindern, dass der Hund mit den Pfoten in die Rolltreppe gerate, wertete der Richter als Schutzbehauptung. Auch weil von der Rolltreppe in der Aussage der Zeugin keine Rede war.

Der ganze Neumarkt in Aufruhr

Ein Polizist (36) sagte aus, beim Erscheinen seines Wagens sei der ganze Neumarkt auf ihn zugestürmt: „Und wenn ich ganz sage, dann meine ich auch ganz. Vom Chinesischen Touristen bis zum Durchschnittsbürger. Alle!“ Doch der Tierquäler hatte zu dem Zeitpunkt seinen Hund schon bis zum Rudolfplatz geschleift. „Dort angekommen“, sagte der Polizist, „sah ich, wie der Angeklagte seinen Hund mit einer Flasche bedrohte. Der hatte damit bis hinter seinen Kopf ausgeholt und wollte zuschlagen.“ Der Hund hingegen „hatte den Schwanz bis zum Bauch eingeklemmt – ein Zeihen für einen absoluten Angstzustand“, sagte der Beamte, der selbst Hundehalter ist. (bks)

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