whippet

Muskelhunde-Dazu fällt mir gar nichts mehr ein!

Als ich die Fotos zum ersten Mal hier im Netz sah, dachte ich an einen schlechten Scherz. Wir wissen ja, daß die Welt verrückt ist und manchen Menschen Dinge einfallen, die mir wahrscheinlich in zehn Leben nicht in den Sinn kämen.

Wieder einmal wird uns vor Augen gestellt, was mit moderner Wissenschaft alles möglich ist. Chinesische Wissenschaftler stellen Hundemonster her! Viele, viele Muskeln und ein bisschen Hund in der Mitte.

Hat es sich denn immernoch nicht herumgesprochen, daß wir Menschen zuviel in der Natur herumpfuschen? Nichts auf diesem Planeten ist besser geworden, wenn der Mensch das Kommando übernahm. Natürlich wird immer mit dem Nutzen für den Menschen argumentiert, daß man Krankheiten besiegen könnte. Schon traut man sich gar nichts mehr zu sagen, denn man könnte als Menschenfeind tituliert werden.

Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack und die Wissenschaft muß sich die unbequeme Frage stellen lassen, ob alles was machbar ist auch gemacht werden sollte? Gibt es nicht eine ethische Verantwortung, die nicht mit Füßen getreten werden sollte? Der Anblick dieser Hunde ist für mich zumindet grauenvoll und kaum zu ertragen.

 

Wie die britische Zeitung „The Independent“ berichtet, haben Wissenschaftler im chinesischen Guangzhou mit Gentechnik Hunde mit superstarken Muskeln gezüchtet.

Chinesischen Forschern ist es erstmals gelungen, eines der Gene der Beagle-Rasse zu blockieren. Bei zwei Test-Hunden wuchsen stärkere Muskeln als bei ihren Beagle-Verwandten. Außerdem sind die Hunde immuner gegen Krankheiten.

Die Forscher haben bei den Tieren das Gen isoliert, das für das Eiweiß Myostatin zuständig ist. Das Protein hemmt das Muskelwachstum und die Differenzierung des Muskelgewebes. Die Blockierung des Gens führt zu einem übermäßigen Muskelwachstum nahezu ohne Fettgewebe.

Die chinesischen Wissenschaftler wollen künftig Methoden der Gentechnik anwenden, um bei Hunden „menschliche“ Krankheiten wie Muskeldystrophie oder Parkinson herbeizuführen. Wegen der ähnlichen Anatomie, Physiologie und Metabolismus könnten die Forscher die Ursachen der Krankheiten und neue Arzneimittel finden.

Die chinesischen Wissenschaftler verwendeten die Methode CRISPR-Cas9, um das Gen zu korrigieren: In der DNA wird ein Doppelstrangbruch an der Stelle gemacht, die von dem in die Zelle eingeführten RNA-Molekül programmiert wird. So könnten die Gene in lebenden Zellen korrigiert werden.

Im April hatten Forscher der Sun Yat-sen Universität das Genom des menschlichen Embryos mit der CRISPR-Cas9-Methode erstmals modifiziert.

Den Forschern zufolge könnten diese Hunde-Mutanten bei der Polizei eingesetzt werden.

Was sollen denn solche Hunde bei der Polizei? Solche Muskelpakete sind vielleicht für manche Menschen optisch beeindruckend, aber ihnen fehlt, wie der Whippet in dem Video zeigt, wohl eindeutig die Beweglichkeit.
Die Hundebesitzerin erzählt stolz, daß ein normaler Whippet 22kg wiegt, der Muskelwhippet jedoch über 60kg. Also fast 40kg mehr Muskelmasse! Bleibt die Frage was ist mit dem Skelett? Es ist nicht für ein dreifaches Gewicht ausgelegt, also wie lange soll es diesem Tier gut gehen? Armer Hund!

3 Kommentare

  1. Da bekommt man das große Kotzen und ich wär dafür, dass die ihre Versuche in Zukunft erstmal an sich selbst durchführen. Mal sehen, wieviel Schund dann noch getrieben wird…

    Übelst

    Andrea mit Linda

    1. Hallo Christian, mir geht es da genau wie Dir: ich verstehe es nicht! Und ich kann mich noch so sehr anstrengen, mir fallen einfach keine Argumente FÜR ein solches Handeln ein.
      Schön, daß es aber auch noch ganz normale Menschen und auch Hunde gibt.
      Liebe Grüße Sabine

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.