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So werden Bergwanderungen mit Hund zu einem vollen Erfolg

Jetzt kommt der Herbst, und somit ist die für mich schönste Jahreszeit zum Bergwandern mit den Hunden angebrochen.

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Bevor eine Bergwanderung mit Hund jedoch losgeht, gibt es Einiges zu beachten.  Nun sollte das Bergwandern mit Hund ja eigentlich pures Vergnügen sein, aber etwas Vorbereitung ist schon notwendig, um den Tag zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.

Streckenauswahl

Zunächst einmal überlege ich mir, in welchem Gebiet ich gerne wandern möchte. Ist das Gebiet eingerenzt, so mache ich mich im Wanderführer schlau über die schönsten Wanderrouten. Hier kann man meist die Eckdaten der Wanderstrecke schon einmal ausloten.

Wie lang ist die Strecke?

Wieviel man dem eigenen Hund zumuten kann , weiß nur der Hundebesitzer selbst. Welpen und junge Hunde sind mit einer sehr langen und anstrengenden Strecke sicher überfordert, ebenso sind alte oder kranke Hunde eventuell nicht mehr so stark belastbar.

Wieviel Zeit benötigt ein durchschnittlicher Wanderer für diese Strecke?

Anhand dieser Angabe kann man sich leicht ausmalen, wie anstrengend der Weg sein wird.

Wieviel Höhenmeter müssen überwunden werden?

Auch diese Angabe ist ein deutlicher Hinweis auf die körperlichen Anforderungen der ausgewählten Strecke. Für Mensch und Hund übrigens. Obwohl ich eher den Eindruck habe, daß es mir mehr ausmacht wie den Hunden. Während ich mit meinen zwei Beinen zu kämpfen habe, laufen meine Hunde mit ihrem Allrad-Antrieb locker an mir vorbei.

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Welchen Schwierigkeitsgrad hat die Strecke?

Ganz wichtig ist es zu wissen, in welchen Schwierigkeitsgrad die Strecke eingestuft wurde. Schwarze Routen sind für mich grundsätzlich tabu, denn sie sind meist mit Hund gar nicht gefahrlos zu bewältigen.
Hier ist es meist felsig, und es gibt sehr schmale Pfade und Abgründe, Auch Stege und Leitern sind gefährliche Hindernisse, die man mit Hund besser meidet. Kann man den Hund nicht tragen, ist eine Umkehr meist notwendig.
Aber es gibt in Wandergebieten so viele verschiedene Wege zur Auswahl, da findet sicher jeder SEINE Strecke.
Im alpinen Gelände wird der Wanderweg vom Klettersteig als auch vom Berg- und Alpinwanderweg unterschieden, die außer der prinzipiellen Trittsicherheit und Kondition auch ein Grundmaß an Klettertechnik und einen guten Orientierungssinn erfordert. Gerade in den Bergen ist der Übergang vom Wandern zum Bergsteigen fließend. Neben gut ausgebauten Wanderwegen gibt es solche, die nur als Wegspur ersichtlich sind, oder sie verfügen über mehrere hundert Meter Distanz nicht einmal über eine Wegmarkierung. Die in der Schweiz gebräuchliche SAC-Wanderskala gibt Auskunft über verschiedene Schwierigkeitsgrade.
Neben speziellen Wanderwegen gibt es auch Rad- und Wanderwege, die von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam benutzt werden.
Manchmal hat man auch die Möglichkeit einen Teil des Weges mit einer Seilbahn zurückzulegen, aber hier sollte man sich vorher unbedingt erkundigen, ob Hunde mitfahren können oder dürfen. In Österreich z.B. muss der Hund in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, also auch Seilbahnen, einen Maulkorb tragen! Ohne wird man nicht durchgelassen!

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Hundeausstattung: Geschirr oder Halsband?

Ich würde sagen, je nach Hund. Mein Seelchen z.B. darf meist ohne Leine laufen, da sie immer irgendwie um meine Beine wuselt und sich ausnahmslos (fast!) gut benimmt. Sie trägt ein normales bequemes Hundehalsband.
Meine Podiwuselrakete trägt ein Hundegeschirr mit einer 5m langen Schleppleine. Vor allem in fremdem Gebiet ist sie an den Wildspuren doch sehr interessiert, und damit die Wanderung auch für mich entspannend ist, bleibt sie meist an der Leine. Mit der langen Leine hat sie genügend Freiraum und kann auch mal genüsslich schnüffeln.

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Pausen

Ich brauche sie meist am dringendsten. Aber auch meine ältere Hündin Mascha, die mit ihren fast 11 Jahren zwar noch topfit ist, aber eben kein Junghund mehr ist, legt sich in den Pausen gerne mal zu mir ins Gras und rastet.
Wasser und einen Napf sollte man immer im Gepäck haben, vor allem bei warmen Temperaturen. Oft gibt es in den Bergen zwar Bäche und Wasserfälle, aber darauf kann man sich nicht verlassen, manches Flussbett ist ausgetrocknet.
Futter ist auf einer Tageswanderung nicht wirklich nötig, aber auch ich denke schnell mal, daß meine Hunde verhungern könnten und habe so immer einen kleinen Hundekeks im Rucksack.

Kranke Mascha

Hundeapotheke

Eine Mullbinde, etwas Polstermaterial und eine Fixierbinde sollten im Gepäck nicht fehlen. Falls sich der Hund an der Pfote verletzt, kann man sie zumindest notdürftig verbinden. Kann man seinen Hund notfalls tragen, gut. Aber ab einer bestimmten Gewichtsklasse ist das einfach nicht mehr möglich und man muß ja irgendwie wieder zurück zum Auto.
Im schlimmsten Fall kann nur die Bergrettung helfen.

Wetter

Wer geht schon gern bei schlechtem Wetter wandern? Also ist es notwendig vorher den Wetterbericht zu hören, damit man keine bösen Überraschungen erlebt. In den Bergen kann sich das Wetter ganz schnell ändern!

 

Almkühe und andere Weidetiere

Beim Almwandern trifft man immer wieder einmal auf Kuherden, Pferde, Schafe und Ziegen. Nicht immer verläuft das Treffen Mensch und Nutztier ideal für beide Seiten.

Das herrliche Wandern über grüne Almen und Wiesen, auf Gipfel und auf Pässe ist deshalb möglich, weil die Almen von Bauern bewirtschaftet werden, die ihre Weidetiere im Almgebiet grasen lassen. So idyllisch der Anblick von Ziegen, Schafen, Kühen und Pferden im Gebirge ist; beim Umgang mit den Tieren sind ein paar Regeln zu beachten.

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Keine Angst vor der Kuh – aber Respekt

Ab Pfingsten bis in den Herbst sind Kühe auf den Almen. Nicht nur für uns Menschen ist der Aufenthalt am Berg gesundheitsfördernd, auch Rinder, die auf Almen waren, haben bessere Widerstandskräfte und sind fitter.
Kühe sind keine gehörnten Kuscheltiere. Kühe zu tätscheln und zu streicheln davon ist abzuraten. Besonders von Kälbern sollten Sie sich und Ihre Kinder fern halten. Kühe sind grundsätzlich keine aggressiven Tiere sie sind ruhig, gutmütig und phlegmatisch – sie greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.

Bedroht fühlen sich Kühe durch  Hunde – mit Hund sollten sie an einer Kuhherde nur mit Leine und gebührendem Abstand vorbeiwandern. Wenn Ihr Hund auf Kühe durch Bellen reagiert, versuchen Sie am Besten das Gebiet großräumig zu Umwandern, oder Wanderwege zu wählen in denen Sie kein Weidegebiet passieren müssen, oder die Kühe in umzäumten Gebieten sind.

Kleine Kälber und Jungrinder bitte nicht streicheln – das ist eine Bedrohungssituation für die Mutterkühe. Wie soviele Muttertiere sind auch Mutterkühe aggressiv, wenn man ihrem Nachwuchs zu nahe kommt. Auch wenn Jungtiere neugierig und auch übermütig sind – ausweichen ist hier anzuraten.

Kühe erschrecken leicht – Kühe haben ein sehr eingeschränktes Sichtfeld. Sich bei Kühen Anzuschleichen ist genauso wenig sinnvoll, wie lautes Brüllen.

 Tipps:

  • nicht mitten in eine Ihnen fremde Kuhherde hineinlaufen,
  • ruhig auf den gekennzeichneten Wegen an der Herde vorbeigehen,
  • auf Drohgebärden achten – die Kuh fixiert sie, senkt den Kopf, schnaubt, da der Geruchssinn besser ist als das Sehvermögen. Ziehen Sie sich langsam aus der Gefahrenzone zurück, Drohgebärden mit einem Stock und lautes Rufen kann die aggressive Kuh zum Umkehren bringen. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt ihren Hund von der Leine zu lassen, er kann schneller laufen und meist ist die Kuh aggressiv um sich vor dem Wolfs-Nachfahren zu verteidigen. Während Ihr Hund flüchtet können Sie sich in Sicherheit bringen. Überschätzen Sie Ihre Möglichkeiten nicht – eine Kuh hat 600 bis 800 Kilo,
  • die Herde kann durch Wanderer oder freilaufende Hunde vor Ihnen bereits verunsichert sein, achten Sie auf solche Signale.

Weidende Ziegen und Schafe

Diese kleinen Herdentiere sind selten Bedrohung, einzig Böcke können aggressiv sein, ebenso Muttertiere, deren Lämmer und Zicklein man zu nahe kommt. Bitte nicht füttern, der nächste Wanderer wird es Ihnen danken – der wird nämlich ansonsten bedrängt und um Futter angebettelt.

Pferde auf der Alm

Bei Pferdeherden auf der Alm trifft man meist auf Haflinger und Kaltblüter, beides sind von der Rasse her friedliche Tiere. Nichtsdestotrotz sind es auch große und kräftige Tiere, die sich bei Gefahr zu wehren wissen – und dies meist effizienter als Rinder.

Auch bei Pferden gilt es Abstand zu halten. Pferde sind friedlich, wenn man sie zufrieden läßt. Wer ruhig und mit angemessenem Abstand eine Pferdegruppe passiert, hat in der Regel nichts zu befürchten. Pferde kennen meist Hunde, denn in den meisten Pferdeställen gibt es auch Hunde. Trotzdem gehört jeder Hund an die Leine, wenn er in die Nähe von Tieren kommt.

Gerade Pferdeherden mit Jungtieren tollen gerne herum, Rangeleien und Rängespiele gehören mitdazu, was meist will aussieht ist eher harmlos – nur mittendrin möchte man nicht sein.

Haflinger auf der Alm

Haflinger weiden im Sommer manchmal auf den höher gelegenen Almwiesen – meist sind es Jungtiere und die können ganz schön übermütig sein. Die Pferde sind meist Menschen gewohnt und daher umgänglich.

Jeder kennt seinen Hund am besten und weiß, was er kann und was man ihm zumuten kann. Viel Spaß also bei der nächsten Wanderung!

 

Danke an Salzburg Reiseinfo

 

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»Keine Sorge, der beißt nicht.«
Wie oft haben wir das gehört oder vielleicht sogar selbst gesagt? Die Wahrheit ist, dass die überwiegende Mehrzahl der Hundehalter die Körpersprache ihres eigenen Hundes gar nicht verstehen. Ein Hund kann leider nicht sprechen, also drückt er sein Empfinden anhand seiner Mimik und Körpersprache aus. Und dabei gibt er intuitiv unglaublich viel Informationen an uns weiter, die wir oft gar nicht in der Gänze erfassen! Kopf- und Augenbewegungen, Atmung und Anspannung, Bewegungen… unser Hund gibt uns jede Menge Anhaltspunkte. Aber wie lese ich das “Kleingedruckte“ in dieser Information richtig? Was sagt mir eine Kleinigkeit über das Befinden meines Hundes und sein mögliches Verhalten?>>> hier werden diese und viele weitere Fragen beantwortet <<<


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